Purer Nonsens

Es frühlingt überall so fein.

Dies Wort hab‘ g’rade ich erfunden.

Vielleicht kommt’s in den Duden rein?

Ich könnte das ja mal erkunden.

 

Dann sommert es und herbstet auch.

Und wenn es wintert, ist es kalt.

Ich lach‘ ein Loch mir in den Bauch.

Jetzt wird es albern, tschüss bis bald.

 25 02. 2019


Unverstand

 

Wer riss sie aus mit grober Hand

die Schneeglöckchen, die feinen?

Hier fehlte gänzlich der Verstand.

Ich möcht‘ am liebsten weinen.

24. 02. 2019

gesehen auf dem Weg zum Hohnsen


 

 

Heimkehr der Kraniche

Ganz langsam erwacht nun die Natur

und der Frühling kommt Stück für Stück.

Ich übertreibe? Dann seht doch nur:

Die Kraniche kehren zurück.

 23. 02. 2019


Winterlinge

 

Winterlinge werden sie genannt

und läuten doch den Frühling ein.

Von weitem schon hab‘ ich sie erkannt.

Gelb leuchten sie im Sonnenschein.

 

Sie sind die ersten Frühlingsboten

und geben frohe Kund‘:

Bald blüh’n die gelben, weißen, roten.

Bald wird es wieder bunt.

19. 02. 2019


Frühlingsboten

 

 

Die Vögel singen Frühlingslieder.

Den Rhythmus trommelt Meister Specht.

Mein lieber Frühling, kommst du wieder?

Mir wäre das gerade Recht.

 

Noch lieber geh‘ ich nun spazieren,

erfreue mich am frischen Grün.

Der Winter schläft, ich muss nicht frieren.

Die ersten Frühlingsboten blüh’n.

 

Ich will den Winter nicht erschrecken.

Darum bin ich nun ganz still.

Warum soll man den Alten wecken,

wenn er lieber schlafen will.

16. 02. 2019


(F)liegender Teppich

 

Ein Dschinn ist hier wohl bruchgelandet.

Sein Teppich fliegt nicht mehr.

Warum ist er g’rad‘ hier gestrandet?

Vielleicht war er zu schwer?


gesehen in der Einumer Straße

06. 02. 2019

*Dschinn = Flaschengeist in arabischen Märchen


Feenhaar

 

Ich komm‘ mir wie im Märchen vor.

Vielleicht wird es ja wahr?

Ein Lied dringt leise in mein Ohr.

Und da liegt Feenhaar.

 

Wo sich die Feen wohl verstecken?

In einem Zauberbaum?

Ich werde sie wohl nicht entdecken.

Und alles war ein Traum.

  28. 01. 2019 

im Wäldchen oberhalb der Tonkuhle


Wassermann

 

Kalt ist es heute, ich wollt‘ gar nicht raus.

Dann geh‘ ich doch und entdecke,

der Königsteich sieht so wunderbar aus

mit seiner eisigen Decke.

 

Ich stell‘ mir vor, dass der Wassermann

unten am Grund ein Schläfchen hält.

Dass er so wie ich auch träumen kann

und dass ihm sein Traum gut gefällt.

 

Ich geh‘ langsam weiter, wünsch‘ gute Nacht.

Er braucht eine Pause, die will ich ihm gönnen.

Ich möcht‘ mich im Frühling, wenn er erwacht,

an den Seerosen wieder erfreuen können.

 20. 01. 2019


Günstige Gelegenheit

 

Ich friere leicht, d’rum bin ich froh,

dass Väterchen Frost sich noch versteckt.

Die Maulwürfe freut’s ebenso.

Sie haben es hier sofort entdeckt,

dass der Boden ist noch weich.

Sie nutzten die Gelegenheit,

setzten ihre Haufen gleich,

auch wenn der Frühling ist noch weit.

05. 01. 2019

am Königsteich